Pressemitteilung
Gemeinsamer Antrag von ALW, CDU und FDP zu einem Hitzeschutzplan für Weiterstadt
Besser vorbereitet in den Sommer 2027
CDU, ALW-Grüne und FDP fordern Hitzeaktionsplan für Weiterstadt
Gemeinsamer Antrag der Kooperation nimmt Schutz besonders gefährdeter Gruppen und kurzfristige Sofortmaßnahmen in den Fokus.
Der Hitzesommer ist vorbei, seine Aufarbeitung keineswegs. Die Kooperation aus CDU, ALW-GRÜNE und FDP bringt am 17.09.2026 einen wegweisenden Antrag in die Stadtverordnetenversammlung ein. Auf Basis eines zu erstellenden Stadtklimagutachtens soll der Magistrat beauftragt werden, einen integrierten Hitzeschutzplan und Hitzeaktionsplan zu erstellen.
„Der Hitzesommer war auch hier in Weiterstadt deutlich zu spüren, dem müssen nun für den nächsten Sommer schnell umsetzbare Maßnahmen folgen, um vor allem die besonders gefährdete Gruppen in Weiterstadt zu schützen.“, betont Sascha Groß, Fraktionsvorsitzender der FDP Weiterstadt und er meint weiter: „Extreme Hitze ist längst kein reines Komfortproblem mehr, sondern ein ernsthaftes Gesundheitsrisiko.“
Ziel der Initiative ist es, das Stadtklima nachhaltig zu verbessern, die Bevölkerung vor gesundheitlichen Risiken durch extreme Wetterlagen zu schützen und die Stadt ohne lange Verzögerung auf den Sommer 2027 vorzubereiten. Wie ernst das Thema Hitzeschutz ist, zeigen die jüngsten Daten des Robert Koch-Instituts (RKI). Bisher sind bundesweit über 15.000 Hitzetote zu verzeichnen. Statistisch entfallen auf Weiterstadt acht Hitzetote.
Das geforderte Konzept setzt auf eine Kombination aus schnellen Sofortmaßnahmen und langfristigen Perspektivprojekten. „Wir können die 40-Grad-Sommer nicht ändern, aber aufhören, jeden Sommer aufs Neue zu improvisieren“, erklärt Dr. Barbara Pohl, Fraktionsvorsitzende von ALW-GRÜNE. „Es sollen kurzfristig und unkompliziert durchführbare Sofortmaßnahmen identifiziert und realisiert werden, um auf den nächsten Sommer vorbereitet zu sein,“ergänzt Ina Dürr, CDU Fraktionsvorsitzende.
Zu den kurzfristigen Plänen gehören die Einrichtung von Schattenoasen mit Sonnensegeln oder großen Sonnenschirmen an viel besuchten Orten wie Parks, Friedhöfen, Spielplätzen, Schulhöfen und Kitas. Ebenso soll durch die Schaffung von sogenannten „Cooling Spaces“, also kühlen, besser noch klimatisierten Räumen, die den Bürger/innen bei extremer Hitze zugänglich gemacht werden. Das könnten z.B. die Bürgerhäuser, das Bürgerzentrum, das Medienschiff, gegebenenfalls das Hallenbad und auch der Schlosspark Braunshardt mit längeren Öffnungszeiten bis in die späten Abendstunden, sein.
Darüber hinaus soll geprüft werden, ob in Weiterstadts Kinderbetreuungseinrichtungen die Gruppenräume klimatisiert werden können und ob hier auf das Förderprogramm „Hitzehilfe für Hessen“, das in den kommenden drei Jahren rund zehn Millionen Euro für die Anschaffung von Klimaanlagen in Pflegeeinrichtungen und Kindertagesstätten bereitstellt, zurückgegriffen werden kann.
Neben den eher kurzfristigen Maßnahmen, die möglichst schon im nächsten Sommer greifen sollen, sieht der Antrag auch mittel-und langfristige Maßnahmen wie städtebauliche Maßnahmen vor. Unter dem Motto „Weiterstadt pflastert ab“ sollen kommunale Flächen ermittelt werden, die ohne großen Aufwand und mit geringem Einsatz finanzieller Mittel in Zusammenarbeit mit der Bevölkerung und den Vereinen entsiegelt und begrünt werden könnten.
Auch die Einrichtung öffentlich zugänglicher Trinkbrunnen in jedem Stadtteil und flächendeckenden Refill-Stationen für Trinkwasser unter Einbindung des lokalen Gewerbes sowie eine konsequente Verschattung bei zukünftigen Bauprojekten sind Teil des Plans. Für die Kooperation steht fest: Klimaanpassung ist kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit für die Lebensqualität in Weiterstadt.
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